Klosterstollen Barsinghausen
 

Der Bergbau

1639

Bergwerk am Bröhn in Wennigsen.

 

1831

Klosterbergwerk im oberen Fuchsbachtal.

 

1847

Gemeindebergwerk im Bullerbachtal in Betrieb genommen.


01.09. 1856

Begannen 14 Bergleute mit dem Vortrieb des Klosterstollens

 

1857

Gemeindebergwerk im Bullerbachtal geht für 294.000 Taler in königlich-hannoverschen Staatsbesitz über.

 

1861

Klosterbergwerk im oberen Fuchsbachtal mit 225 Mann Belegschaft 42 000 Tonnen Kohle gefördert.

 

1867

Die Verwaltung geht an den preußischen Staat es wir die königlich preußische Berginspektion am Deister gegründet.

 

1867

390 Mann fördern über 72 000 Tonnen Steinkohle


07.10.1869

Bei einer Stollenlänge von 1474 m das Kohlenflöz in einer Mächtigkeit von 70 cm angefahren


10.11.1869

der erste Wagen Kohle wird durch den Klosterstollen gefördert

 

1870

Für ein Gutachten über die Einrichtung einer Seilbahn werden 65 Taler und 46 ½ Taler Reisekosten gezahlt.

 

1872

Bis 1892 übernahm Bergwerksdirektor von Detten die Leitung.

 

1872

Wurde die Berginspektion von der Rehrbrinkstraße in das heutige Rathaus, Bergamtstraße 5.

 

1875

Das Klosterbergwerk im oberen Fuchsbachtal geht in staatlichen preußischen Besitz über.

 

1876

Die ersten Grubenpferde werden angemietet.

 

1882

Das Sprengstofflager wird mit einer Fußboden Heizung versehen.

 

1888

Mit dem Teufen des Wilhelmschachtes (Schacht I) wird ca. 30 m östlich des Stollenmundlochs begonnen. Die Teufarbeiten geschehen von Hand es kommen noch keine Maschinen zum Einsatz.

 

1898

Der Zechensaal mit 750 m² wird erbaut.

 

1900

Das Abteufen von Schacht II mit 5m Durchmesser begann, der ebenfalls östlich in unmittelbarer Nähe des Stollenmundlochs angesetzt wurde.

 

1901

Wurde mit Schacht II die 1. Tiefbausohle bei 114 m Teufe (Tiefe) erreicht.

 

1902

Es werden die ersten Bohrhämmer auf der 1. Tiefbausohle zum Einsatz gebracht.

 

1904

Wurde mit Schacht II die 2. Tiefbausohle bei 211 m Teufe (Tiefe) erreicht.

 

1907

Im Teufbetrieb bei Schacht I kommen erstmalig mit Druckluft betriebne Bohrhämmer zum Einsatz.

 

1910

Die 3. Tiefbausohle wurde bei 324 m vom Schacht I aus angesetzt und von der 3. Sohle zur 2. Sohle als Aufhauen fertig gestellt.

 

1911

Beim Auffahren der 3. Sohle wurde eine stark Wasserführende Störung angefahren. Die Schächte I und II ersoffen bis zur 2. Sohle. Der gesamte Betrieb lag still. Unter großem Personellem und technischem Einsatz begannen die Teufarbeiten am Schacht III, auf dem Gelände der heutigen freiwilligen Feuerwehr Barsinghausen.

 

1914

Bisher wurden jährliche Erlöse zwischen 100000 Mark und 1 Mio. Mark im Jahr erzielt.

 

1921

Kohleförderung im Klosterstollen wird eingestellt bis 1957 nur noch Wetterführung

 

1922

Kam auch Druckluft generell im Tiefbau zum Einsatz


1924

Fortan "Preußische Bergwerks- und Hütten Aktiengesellschaft, Berginspektion am Deister".

 

1924

Bergwerksfelder hatten zu der Zeit eine Größe von 82 km² mit einem sicheren Kohlenvorrat von ca. 15 Mio. t.

 

1950

Die ersten Wurfschaufellader werden entwickelt kommen in Barsinghausen aber nicht mehr zum Einsatz.

 

1953

Die Belegschaft besteht aus 2461 Personen. 1000 davon unter Tage und 100 als Kohlenhauer in 2 Schichten. In der 3 Schicht wurden nur Streckenvortriebsarbeiten durchgeführt.

 

1954

Es werden 382000 t Kohle gefördert und 103000 t Koks erzielt.

 

1954

Die Zechenkraftwerke erzeugen 50 Mio. kWh Strom.

 

1955

Die Verluste steigen auf ca. 5 Mio. DM im Jahr an.

 

1955

Die Preussag beschließt die Stilllegung der Zeche in Barsinghausen als erste Zeche in der Bundesrepublik Deutschland.

 

1956

Betrug der durchschnittliche Wasserzufluss fast 15 m³/min. Es wurden 7,756 Mio. m³ Wasser gepumpt.

 

1957

Die Belegschaft besteht nur noch aus 1077 Beschäftigten.

 

1957

Stilllegung der Schachtanlage Klosterstollen wegen Unwirtschaftlichkeit

 

1957

Schacht IV. erhielt bei 360 Teufenmetern einen Betonpfropfen.

 

1957

Der Klosterstollen erhielt eine massive Abmauerung und die Schächte I. II. und III wurden verfüllt


01. Juni 1960

Aus 1. Tiefbausohle des Mooshüttenstollen werden monatlich noch ca. 1 400 t Kohlen gefördert

 

1974

Es fiel ein Bruch im Bantrofer Stollen und es setzte sich so zu, das am Überlauf in Bantorf kein Wasser mehr austrat.

 

1974

Betonpfropfen von Schacht IV. bei 360 Teufenmetern wird durch das Wasser in der Nacht herausgedrückt und das gesamte Industriegebiet um Schacht IV wird überschwemmt. Ab diesem Zeitpunkt fließt das Wasser über Schacht 4 ab.

 

1975

Lies die Preussag letztmalig Schacht III. erneut verfüllen.

 

1984

Inzwischen ist so viel Wasser abgeflossen das überhaupt daran zu denken ist, den Klosterstollen wieder aufzuwältigen.

 

1986

Ein Zugang zum Klosterstollen wird geschaffen.

 

1992

Die letzten Reste der Pferdeställe werden am Ziegenteich abgerissen.


1999

Der Klosterstollen wird am 1. Mai vom Bergamt offiziell als Besucherbergwerk mit Personenbefördernder Grubenbahn zugelassen.

 

2004

Die alte Bergschmiede wird abgerissen.

 

2005

im Sommer 2005 gelingt es einen Teil von Schacht II wieder aufzuwältigen mit dem Ziel diesen Besucher zugänglich zu machen.


März 2007

Es wird über Schacht II wieder ein Förderturm errichtet.



Es wurden im Deister insgesamt 34 Stollen aufgefahren und 18 Schächte geteuft.