Über den Klosterstollen: Bergbau zum Anfassen

Über den Klosterstollen: Bergbau zum Anfassen2017-11-15T22:04:04+00:00

Bergbau zum Anfassen bekommen alle Interessierten jedes Alters im Klosterstollen Barsinghausen geboten. Das Besondere dabei ist sicherlich auch, dass Sie auf den alten Pfaden unter Tage wandeln, den einst auch die Bergleute bei ihrer anstrengenden und teilweise gefährlichen Arbeit im Deister beschritten haben. Lassen Sie sich überraschen und vereinbaren Sie einen Termin für die Einfahrt in das Besucherbergwerk, denn: Dort sowie im angegliederten Museum bekommen Sie eine Vielzahl spannender Informationen und Attraktionen geboten.

Kohlebergbau im Deister

Der Abbau von Kohle im Deister hat eine lange und bewegte Geschichte hinter sich. Bereits im Jahre 1639 wurde das Bergwerk am Bröhn in Wennigsen in Betrieb genommen, 1831 folgte das Klosterbergwerk im oberen Fuchsbachtal in Barsinghausen, 16 Jahre später das Gemeindebergwerk im Bullerbachtal.

Am 1. September 1856 begannen dann insgesamt 14 Bergleute mit dem Vortrieb des Klosterstollens, 1861 wurden im Klosterbergwerk im oberen Fuchsbachtal von einer Belegschaft mit 225 Mann 42.000 Tonnen Kohle gefördert. Nachdem 1867 die Verwaltung an Preußen gegangen war und die Königlich Preußische Berg-Inspektion am Deister gegründet wurde, förderte im selben Jahr eine 390 Mann umfassende Belegschaft schon 72.000 Tonnen Steinkohle. Zwei Jahre später umfasste die Länge des Stollens 1.474 Meter – und am 7. Oktober 1869 wurde das Kohleflöz in einer Mächtigkeit von 70 Zentimetern angefahren. Ebenfalls 1869 wurde am 10. November der erste Wagen Kohle durch den Klosterstollen gefördert. 1898 stand dann der Bau des Zechensaals mit einer Größe von 750 Quadratmetern auf dem Programm. 1921 wurde die Förderung von Kohle im Klosterstollen eingestellt, bis 1957 fand eine Wetterführung statt, bevor die endgültige Stilllegung der Schachtanlage Klosterstollen vollzogen wurde.

Der Klosterstollen heute

Am 1. Mai 1999 wurde der Klosterstollen durch das Bergamt offiziell als Besucherbergwerk zugelassen – inklusive personenbefördernder Grubenbahn. Seitdem hat die Alte Zeche –Gemeinnützige Betriebs GmbH als Betreiber keine Mühen gescheut, den Klosterstollen so besucherfreundlich wie nur irgendwie möglich zu gestalten. Und wir können mit Stolz behaupten: Das Besucherbergwerk befindet sich in dem Zustand eines Bergwerks, das noch aktiv ist. Neben dem Besucherbergwerk haben Gäste die Möglichkeit, einen Streifzug durch das angegliederte Museum zu unternehmen oder die Veranstaltungsräume, also den Zechensaal und die Waschkaue, die mehr als 400 Personen Platz bieten, zu nutzen.